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Plasma-Stichloch-Schweißen
 
Prinzip:
Das Plasmaschweißverfahren gehört zum Wolfram-Schutzgasschweißen. Es arbeitet mit einer nichtabschmelzenden Wolframelektrode unter inertem Schutzgas. Im Gegensatz zum WIG-Schweißen ist aber der Lichtbogen eingeschnürt und es bildet sich ein Stichloch aus, welches das Werkstück durchdringt.
Prinzip des Stichlochschweißens
Prozessparameter abhängig von der Schweißzeit
 

Vorteile:
  • Lokal begrenzte Wärmeeinbringung
  • Sichere Durchschweißung, gleichmäßige Nahtwurzel
  • Geringer Verzug wegen nahezu paralleler Nahtflanken
  • Sehr gute Nahtqualität (porenarm)
  • Effektiv einsetzbar ab 3 mm Blechdicke
  • Schweißen von Baustahl bis 6 mm in einer Lage
  • Schweißen von CrNi-Stahl bis 9 mm in einer Lage
  • Schweißen von Al-Legierungen bis 12 mm in einer Lage
Nachteile:
  • Nur vollmechanisiertes Schweißen möglich
  • Gute Nahtvorbereitung erforderlich (Spalt < 1/10 der Blechdicke)
  • Gute Schulung der Schweißer notwendig
Anwendungen:
  • Behälterbau
  • Herstellen längsnahtgeschweißter Rohre
  • Schweißen von Längsnähten an rohrförmigen Bauteilen

Die SLV Berlin-Brandenburg beschäftigt sich seit etwa 20 Jahren mit der Verfahrensvariante Plasma-Stichlochschweißen. Die zur Verfügung stehende Stromquelle ist bis zu 400 A belastbar. Erfahrungen wurden insbesondere beim steigenden Schweißen von Al-Legierungen in Position PF gesammelt.

 

Ihr Ansprechpartner in der SLV:
Dr. R. Kästner
Telefon: (030) 4 50 01-137
Telefax: (030) 4 50 01-111
E-Mail: Ralf.Kaestner@slv-bb.de
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