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Fasern bzw. faserhaltige Stoffe werden wegen ihrer
vielseitigen Verwendbarkeit in großen Mengen
eingesetzt. Dabei kommen sowohl Naturfasern als auch
künstlich hergestellte Fasern zum Einsatz.

In der Vergangenheit wurde im großen Umfang das anorganische
Naturprodukt Asbest zur Wärme- und Schallisolierung, als Feuerschutz sowie als
Verstärkung von Mehrkomponentenwerkstoffen eingesetzt. Aufgrund der
Kristallstruktur der Asbestfasern (Schichtsilikate mit Plättchen- und
Röllchenstruktur) führen bereits geringfügige, mechanische Beanspruchungen
zur Freisetzung von Faserbruchstücken.
Das dabei entstehende Aerosol aus Asbestfeinstaub enthält
einen hohen Anteil lungengängiger und im menschliche Körper nicht
abbaubarer Fasern, von denen |
eine hohe Gesundheitsgefährdung ausgeht. Daraus ergibt sich die
Notwendigkeit der Sanierung sowie der Substituierung von Asbest.
Mit Hilfe der analytischen
Rasterelektronenmikroskopie (REM/EDX) können Fasern
anhand ihrer Elementzusammensetzung und
Morphologie analysiert und eine
Asbestkontamination festgestellt bzw.
ausgeschlossen werden.

Im Fall einer Asbestkontamination wird die verwendete Asbestart
festgestellt und der Asbestanteil im Material abgeschätzt.
Diese Daten bilden dann eine wesentliche Grundlage zur Ermittlung
des Umfangs der Sanierung sowie der erforderlichen
Entsorgungsmaßnahmen. |